Wie entstehen Ängste?
Ängste sind eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf wahrgenommene Bedrohungen und haben evolutionär betrachtet eine schützende Funktion. Kein Mensch ist frei von Ängsten und sie sind auch nicht immer etwas Schlechtes. In manchen Fällen können sie sich jedoch übersteigern oder sind auch nicht mehr rational begründbar. In solchen Fällen können Ängste im alltäglichen Leben eine erhebliche Belastung darstellen. Die Ursachen von Ängsten sind vielfältig und oft tief verwurzelt. Mögliche Auslöser sind:
- Stress
- Traumatische oder belastende Erlebnisse
- Psychische Veranlagung
- Genetische Faktoren
- (starker) Alkohol- oder Drogenkonsum
- Körperliche Erkrankungen (z.B. Diabetes, hormonelle Probleme)
In der Therapie betrachten wir Ihre Ängste nicht isoliert, sondern versuchen, die zugrunde liegenden Ursachen zu verstehen. Wenn wir die Auslöser kennen, können wir gezielt daran arbeiten, diese zu verändern.
Wie erkenne ich eine Angststörung?
Es ist nicht immer leicht zu erkennen, ob die eigenen Ängste über das normale Maß hinausgehen. Grundsätzlich hat jeder von uns Ängste, manchmal können sie aber auch zu einer erheblichen Beeinträchtigung unseres alltäglichen Lebens und einem signifikanten Leidensdruck führen. Zu den häufigsten Symptomen einer Angststörung gehören:
- Schwitzen
- Schwindel
- Herzrasen
- Zittern
- Atemnot
- Engegefühl in der Brust
- Übelkeit
- verminderte Belastbarkeit
- Magen-Darm-Beschwerden
Betroffene empfinden oft Kontrollverlust und Hilflosigkeit. Sie fühlen sich der Angst ausgeliefert und nehmen die Symptome als bedrohlicher wahr als sie womöglich sind. Insbesondere wenn die Angststörung nicht diagnostiziert ist, können Angstzustände auch zur Panik oder sogar Todesangst führen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Herzrasen als Herzinfarkt von den Betroffenen fehlinterpretiert wird.
Wie lassen sich Angstzustände behandeln?
An dieser Stelle sollte noch einmal betont werden, dass Angst eine natürliche Reaktion unseres Körpers ist, die in Situationen auftritt, die von uns als bedrohlich wahrgenommen werden. Ziel dabei ist, unser Überleben zu sichern. Es ist also nicht unbedingt gesundheitsfördernd und bestrebenswert, jegliche Form von Angst „wegzutherapieren“. Der Fokus sollte daher eher darauf liegen, Wege zu finden, mit Situationen und Gedanken besser umgehen zu können, die wir als bedrohlich interpretieren. Im Rahmen meiner psychologisch-therapeutischen Arbeit unterstütze ich Sie dabei, Ihre ganz individuellen Ängste besser verstehen zu können, mögliche Auslöser aufzudecken und geeignete Strategien zu entwickeln, um Angstzustände effektiv und nachhaltig zu reduzieren.